Einbruchschutz-Türen

 

Technische Grundlagen nach DIN 8103 und DIN V ENV 1627-1630 

 
Schutzfunktion: Schutz vor Einbruch.  
 
  

Allgemeine Erläuterungen: Unter dem Begriff  Einbruchhemmung sind Bauelemente und Bauteile definiert, die den Versuch des Eindringens in einen Raum verhindern sollen. Solche Bauteile werden als einbruchhemmend bezeichnet.

 

 

Im April 1999 wurde die Norm DIN V EN V 1627 „Fenster Türen Abschlüsse –Einbruchhemmung- Anforderung und Klassifizierung“

veröffentlicht und gilt für Fenster, Türen, Rollläden und andere Abschlüsse. Sie definiert 6 Widerstandsklassen, WK1 bis WK6, und regelt deren

Anforderungen.

 

Die bisherige Norm DIN V 18103 galt ausschließlich für Türen und definierte 3 Widerstandsklassen mit der Bezeichnung ET1, ET2 und ET3,
wobei man ET1 als Grundniveau, ET2 als Objektschutz und ET3 als erhöhten Objektschutz bezeichnen konnte. DIN V 18103 ist in Deutschland bisher nicht zurückgezogen worden. Daher sind die darauf basierenden Prüfzeugnisse zur Zeit nach wie vor gültig und verwendbar, und zwar so lange, wie DIN V EN V 1627 nur als so „Vornorm“ vorliegt.



Um die Eigenschaften der DIN V ENV 1627 besser einzuteilen wurden spezielle Untergliederungen geschaffen, die sogenannten Widerstandsklassen, WK1 - WK6. In einem Testverfahren werden diese Klassen ermittelt. Dabei werden Einbruchversuche mit verschiedenen Tätertypen simuliert. Der Täter ist je nach Klasse mit entsprechend schweren Werkzeugen ausgestattet und muss nun innerhalb einer festgelegten Zeit versuchen, beispielsweise eine Prüftür aufzubrechen. Wenn es ihm nicht gelingt, hat die Tür das Prüfverfahren bestanden und wird nun mit Zertifikat in ihrer jeweiligen Klasse bestätigt.

Eine genauere Aufstellung der Widerstandsklassen nach der europäischen Norm DIN V EN V 1627-1630 vom April 1999 und die damit einhergehenden technischen Anforderungen finden Sie nachfolgend:

 
Widerstands- klasse:Schutzbeschläge DIN 18257Schließzylinder DIN 18252Verglasungen DIN EN 356Prüfzertifikaterwarteter Tätertyp und mutmaßliche ArbeitsweiseManuelle Prüfzeit
DIN V EN V 1630:
WK1ES 1P2 BZVerbund- sicherheitsglas empfohlennicht notwendig

Vandalismus:
gegentreten, -drücken, -springen. Geringer Schutz gegen Hebelwerkzeuge

 

-
WK2ES 1P2 BZP5 Anotwendig

Gelegenheitstäter:
körperliche Gewalt, sowie einfache Werkzeuge, wie einem Schraubendreher, Keilen, Zangen

 

3 - 15 min
WK3ES 2P2 BZP6 Bnotwendig

Gelegenheitstäter:
mit zusätzlichem zweiten Schraubendreher und Kuhfuß

 

5 - 20 min
WK4ES 3P3 BZP6 Bnotwendig

Erfahrener Täter:
Zusätzlicher Einsatz von Säge- und Schlagwerkzeug, wie Schlagaxt und Stemmeisen, Hammer, Meisel und einer Akku-Bohrmaschine

 

10 - 30 min
WK5EinzelprüfungEinzelprüfungP7 Bnotwendig

Erfahrener Täter:
Zusätzlicher Einsatz von Elektrowerkzeugen, wie Bohrmaschine, Stich- oder Säbelsäge und Winkelschleifer

 

15 - 40 min
WK6EinzelprüfungEinzelprüfungP8 Bnotwendig

Erfahrener Täter:
Zusätzlicher Einsatz von leistungsfähigeren Elektrowerkzeugen als bei WK5

 

20 - 50 min

 

 

Bauliche Voraussetzungen:

 

Die geforderten einbruchhemmende Wirkung einer einbruchhemmenden Tür kann auch nur erzielt werden, wenn die angrenzenden Wände den Anforderungen nach DIN V 18103 bzw. DIN V EN V 1627 entsprechen. 

 

Widerstandsklasse Mauerwerk nach DIN 1053 Teil 1Stahlbeton nach DIN 1045
nach DIN V ENV 1627Nenndicke in mmmSteindruckfestigkeitMörtelgruppeNenndicke in mmFestigkeitsklasse

 

 

 

 

 

 
ET1, WK1, WK2mind. 115 mmmind. 12IImind. 100 mmB15
ET2, WK3mind. 115 mmmind. 12IImind. 120 mmB15

 

 

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